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49. So oft schoss Straubing am Freitag auf das Kölner Tor, Janne Juvonen hielt 46 dieser Schüsse, und die Haie gewannen trotzdem 5:3. Frederik Storm fand danach, wenn Köln defensiv so gut stehe, brauche es nicht viele Tore. Die Zahl lässt sich auch anders lesen: Köln überlebte einen Abend, an dem der Gegner fast zweieinhalbmal so viele Schüsse hatte. Im 166. DEL-Klassiker kommt nun eine Mannschaft, die den höchsten Anteil an Abschlüssen der Liga hat. Mannheim gab in dieser Saison im Schnitt 34,2 Schüsse pro Spiel ab, am Freitag gegen Frankfurt waren es 34 zu 15. Köln geht ohne den kranken Marcel Noebels in dieses Spiel, dazu fehlte zuletzt auch Gregor MacLeod.
„…im letzten Abschnitt haben wir den Tigers zu viel Zeit für ihr Spiel gegeben und wurden selbst immer passiver.“ – Thomas Berglund nach dem 5:3 in Straubing
Köln ohne Noebels: Reihen im DEL-Klassiker
Noebels, mit sieben Toren einer der beiden besten Kölner Schützen, ist laut Mannheimer Vorschau vom Montag erkrankt. MacLeod verpasste die Spiele gegen Schwenningen und in Straubing, einen Grund hat der Klub nicht genannt. Ryan MacInnis gilt als angeschlagen, Torhüter Brückmann ist verletzt. In Straubing liefen die Haie mit elf Stürmern auf, die vierte Reihe bestand nur aus Späth und Münzenberger. Juvonen hat alle Kölner DEL-Spiele seit dem 11. Oktober bestritten und dürfte erneut beginnen. Bei Mannheim ist der Torhüter offen: Jake Hildebrand und Maximilian Franzreb wechseln sich ab, Hildebrand stand zuletzt beim 3:0 gegen Frankfurt im Tor. Tom Kühnhackl fehlte im Freitagsaufgebot. Beide Aufstellungen sind aus den offiziellen Spielberichtsbögen vom 23. Oktober übernommen und können sich bis zum Abend noch ändern.
Köln: Siege auswärts, Gegentore zu Hause
Die Bilanz der Haie hat eine auffällige Schieflage. Auswärts holte Köln aus vier Spielen neun Punkte bei 19:14 Toren, in der LANXESS arena aus acht Spielen nur zehn Punkte bei 26:31 Toren. Drei Heimspiele gingen in regulärer Spielzeit verloren, und laut Mannheimer Teamcheck hat Köln in dieser Saison noch kein einziges Mal zwei Spiele in Folge gewonnen.
Was Köln stark macht, ist das Powerplay. Zwölf Tore aus 32 Überzahlspielen bedeuten 37,5 Prozent und Rang 1 der Liga, in jedem der letzten vier Spiele fiel ein Überzahltor. In Unterzahl hält Köln dagegen nur 71,4 Prozent. Juvonen kommt nach elf Spielen auf eine Fangquote von .872 und einen Gegentorschnitt von 3,66.
Was für und gegen Köln spricht
- Bestes Powerplay der Liga: 37,5 %, zuletzt vier Spiele in Folge mit PP-Tor.
- Wenigste Strafminuten der Liga (7,2 pro Spiel).
- Zu Hause 26:31 Tore in acht Spielen.
- Juvonen bei .872, Noebels und MacLeod fehlten zuletzt.
Mannheim schießt viel und trifft wenig
Gegen Frankfurt gewannen die Adler am Freitag vor ausverkaufter Halle 3:0, Hildebrand brauchte nur 15 Paraden für seinen ersten Shutout der Saison. Brooks Macek und Brown trafen, Kälble erzielte das dritte Tor ins leere Netz. Fünf Tage zuvor hatte Mannheim gegen Schwenningen 36:20 Schüsse und verlor trotzdem 1:2, weil Simon Wolf fast alles hielt. Das ist das Muster der Adler: Mit 9,76 Prozent Schussquote verwerten sie weniger als viele Gegner, gleichen das aber über die Masse aus. 34,2 eigene Schüsse stehen 24,5 zugelassenen gegenüber.
Hinten steht Mannheim stabil. 29 Gegentore in zwölf Spielen und ein Penalty Killing von 90,0 Prozent sind Werte aus der Ligaspitze. Im Powerplay kommen die Adler dagegen nur auf 16,7 Prozent. Auswärts ist die Bilanz mit 20:21 Toren ausgeglichen, die Adler erzielten dabei im Schnitt aber 3,3 Tore pro Spiel.
Adler-Check vor dem Klassiker
- 34,2 Schüsse für, 24,5 gegen pro Spiel.
- Penalty Killing bei 90,0 %, Rang 2.
- Schussquote nur 9,76 %, Powerplay bei 16,7 %.
- Torhüter rotieren: Hildebrand .914, Franzreb .915.
Köln vs. Mannheim Eishockey Quoten im Überblick
Sieger (60 Minuten)
Doppelte Chance (60 Minuten)
Puck-Handicap (60 Minuten)
Gesamttore (60 Minuten)
Teamtore Kölner Haie (60 Minuten)
Teamtore Adler Mannheim (60 Minuten)
1. Drittel – Sieger
Kölner Haie vs. Adler Mannheim – Eishockey-Duell
Kölner Haie Form, Zahlen & Daten
Köln lebt von Effizienz. Fast 13 Prozent der Schüsse werden zu Toren, deutlich mehr als bei Mannheim, und das Powerplay sorgt in fast jedem Spiel für mindestens einen Treffer. Gegen ein Mannheimer Unterzahlspiel mit 90 Prozent wird diese Waffe allerdings stumpfer als gegen die meisten Gegner.
Defensiv hängt viel an Juvonen. Ohne Noebels und mit nur elf einsatzfähigen Stürmern in Straubing werden die Minuten für die ersten Reihen eher mehr als weniger.
Adler Mannheim Form, Zahlen & Daten
Mannheim kontrolliert Spiele über den Puck. Die Adler gewinnen 54 Prozent der Bullys, mehr als jedes andere Team, und geben pro Spiel fast zehn Schüsse mehr ab, als sie zulassen. Die Tore fallen dabei eher über Masse als über Präzision. Gegen einen Torhüter mit einer Fangquote unter 88 Prozent ist das die passende Mischung.
Dass zwei Verteidiger, Mattinen und Gawanke, zu den torgefährlichsten Spielern gehören, zeigt, wie viel über Schüsse von der blauen Linie kommt.
Köln gegen Mannheim: Prognose zu den Adler-Toren
Ich erwarte, dass Mannheim in Köln mindestens dreimal trifft. Die Adler kommen auf 34,2 Schüsse pro Spiel, Köln hat zu Hause in acht Spielen 31 Gegentore kassiert, und Juvonen hält in dieser Saison nicht einmal 88 Prozent. Dazu kommen die Kölner Personalsorgen: Ohne Noebels und MacLeod fehlen zwei der wichtigsten Stürmer, in Straubing standen nur elf Angreifer im Aufgebot. Auch die letzten fünf direkten Duelle passen dazu, viermal traf Mannheim mindestens dreimal in regulärer Spielzeit.
Der Haken liegt in Mannheims eigener Statistik. Die Adler verwerten weniger als zehn Prozent ihrer Schüsse, und ihr Powerplay ist schwach. Weil Köln die wenigsten Strafen der Liga nimmt, wird Mannheim auch kaum Überzahl bekommen, und in Straubing hielt Juvonen 46 von 49 Schüssen. Diese Abschlussschwäche ist der Grund, warum ich nicht mehr als 4/10 setze.
Getippt wird Adler Mannheim Teamtore Über 2,5 (reguläre Spielzeit) zu 1.80 bei Betlabel. Gezählt werden alle Mannheimer Tore aus den drei Dritteln, ein Treffer ins leere Tor in der Schlussminute eingeschlossen, ein Siegtor in der Verlängerung dagegen nicht.
FAQ zu Köln gegen Mannheim
Spielt Marcel Noebels gegen Mannheim?
Eher nicht. Laut Mannheimer Vorschau vom 26. Oktober ist Noebels erkrankt, schon in Straubing fehlte er. Eine Kölner Bestätigung gab es dazu nicht. Auch Gregor MacLeod fehlte in den letzten beiden Spielen.
Wie liefen die letzten Duelle zwischen Köln und Mannheim?
Mannheim gewann drei der letzten fünf Duelle, zuletzt im März 5:1 in Mannheim. Köln siegte im Dezember 5:4 und im November 2025 im Penaltyschießen. In vier dieser fünf Spiele erzielte Mannheim nach 60 Minuten mindestens drei Tore.
Warum schießt Mannheim so viel und trifft so wenig?
Die Adler kommen auf 34,2 Schüsse pro Spiel, aber nur 9,76 Prozent davon werden zu Toren. Gegen Schwenningen verloren sie 1:2 trotz 36:20 Schüssen.
Wann beginnt Köln gegen Mannheim?
Das DEL-Spiel beginnt am Dienstag, 27.10.2026, um 19:30 Uhr in der LANXESS arena in Köln.
Welchen Tipp gibt es zu Köln gegen Mannheim?
Adler Mannheim Teamtore Über 2,5 (reguläre Spielzeit) zu 1.80 bei Betlabel. Mannheim kommt auf 34,2 Schüsse pro Spiel, Köln kassiert zu Hause fast vier Tore pro Spiel.
