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Ein 5:0-Start, Platz 12 im AP-Ranking und trotzdem nur 2,5 Punkte Vorsprung auf dem Wettzettel: Das liegt an einem Mann, der am Samstag nicht spielt. Quarterback Nico Iamaleava verletzte sich beim 17:15 in Oregon kurz vor der Halbzeit am Knie, und Bob Chesney sprach am Montag von ernsthafter Sorge. Deshalb führt gegen Wisconsin voraussichtlich Ty Dieffenbach die Bruins-Offense, ein Transfer von Cal Poly mit 6 Pässen auf FBS-Niveau. Die Badgers reisen mit 4 Siegen in Serie und aus der Bye-Week nach Pasadena. Anstoß im Rose Bowl ist am Samstag um 16:30 Uhr Ortszeit, in Deutschland in der Nacht zu Sonntag, den 18.10.2026, um 01:30 Uhr.
„Er warf einige wirklich schöne, genaue Bälle, fangbare Bälle.“ – Bob Chesney am 13.10. über Ty Dieffenbach nach dessen Einsatz in Oregon
Injury Report und Personal bei UCLA gegen Wisconsin
Die Personalfrage dieses Spiels ist eine einzige, und sie wiegt schwer. Nico Iamaleava kam nach dem Zusammenprall mit Oregons Bear Alexander nicht mehr zurück aufs Feld, Chesney nannte den Hit am Montag ungeheuerlich und ließ offen, ob die Saison für seinen Quarterback beendet ist. Dieffenbach beendete das Oregon-Spiel mit 3 von 6 Pässen für 43 Yards und einem Touchdown und hat sich in der Trainingswoche nach übereinstimmenden Berichten vor Madden Iamaleava geschoben; offiziell benannt hat Chesney seinen Starter bis Freitag nicht. Bei Wisconsin ist Center Austin Kawecki mit einer Verletzung an der Snapping-Hand fraglich. Ein Center, der mit geschientem Arm snappt, ist gegen eine Defense mit 10 Interceptions und 4 erzwungenen Fumbles von Linebacker Sammy Omosigho kein Detail.
| Team | Spieler | Status | Grund |
|---|---|---|---|
| UCLA | Nico Iamaleava (QB) | Unwahrscheinlich | Knie |
| Wisconsin | Austin Kawecki (C) | Fraglich | Hand |
UCLA News & Vorschau
Die UCLA Bruins haben unter dem neuen Head Coach Bob Chesney 5 Spiele gewonnen, aber das Oregon-Spiel verdient einen genauen Blick. Die Ducks spielten ohne ihren Starting-Quarterback Dante Moore, Ersatzmann Dylan Raiola brachte 6 von 18 Pässen an, und am Ende standen 7 Oregon-Turnover gegen 3 von UCLA. Trotzdem ließen die Bruins Oregon mit einem 44-Yard-Touchdown 2:16 vor Schluss bis auf 2 Punkte herankommen; erst die abgewehrte Two-Point-Conversion rettete den Sieg. Das Muster zieht sich durch die Saison: 10 Interceptions, Turnover-Bilanz +12 (Rang 3 der FBS), dazu 84,2 Strafyards pro Spiel (Rang 134). UCLA gewinnt über Ballgewinne und über das Laufspiel, nicht über das Passspiel.
Genau dieses Laufspiel bleibt auch ohne Iamaleava intakt. Wayne Knight hat 548 Yards bei 71 Läufen, also 7,7 Yards pro Versuch, und in jedem der 5 Spiele einen Rushing-Touchdown erzielt; gegen Oregon kam er auf 103 Yards bei 22 Läufen. Chesneys Mannschaft lief in der zweiten Hälfte in Eugene bei 83 Prozent ihrer Snaps, in den ersten 4 Spielen bei 62 Prozent. Mit Dieffenbach, der bei Cal Poly 2025 neben 1.305 Passing Yards auch 321 Rushing Yards sammelte, wird dieser Anteil eher steigen als sinken. Das Problem: Wisconsin verteidigt den Lauf mit 114,6 zugelassenen Yards pro Spiel ordentlich und den Pass mit 152,6 Yards pro Spiel auf Rang 9 der FBS.
Das spricht für oder gegen UCLA
- Laufspiel mit 253,2 Yards pro Spiel (Rang 6), Wayne Knight läuft 7,7 Yards pro Versuch und hat in jedem Spiel einen Touchdown
- Turnover-Bilanz +12 (Rang 3), 10 Interceptions in 5 Spielen, Third-Down-Defense mit 25,4 Prozent zugelassener Quote (Rang 4)
- Starting-QB Nico Iamaleava fällt voraussichtlich aus, Ersatzmann Dieffenbach hat 6 FBS-Pässe geworfen, Passspiel schon zuvor auf Rang 93
- 84,2 Strafyards pro Spiel (Rang 134); der Sieg in Oregon kam durch 7 Turnover des Gegners und gegen dessen Ersatzquarterback zustande
Wisconsin News & Vorschau
Die Wisconsin Badgers stehen bei 4:1, und seit der 13:41-Niederlage gegen Notre Dame zum Saisonstart hat Luke Fickells Mannschaft 4 Spiele in Folge gewonnen. Der wichtigste davon war das 24:20 in Penn State nach einem 0:17-Rückstand, der jüngste das 31:3 gegen Michigan State am 3.10., bei dem die Spartans bei 5 von 18 Third Downs blieben und 127 Rushing Yards aus 45 Läufen holten. Danach hatte Wisconsin eine Bye-Week, also 2 Wochen Vorbereitung auf einen Gegner, der seinen Quarterback wechseln muss. Die Zahlen der Defense: 16,6 Gegenpunkte pro Spiel, 267,2 zugelassene Yards, 152,6 davon durch die Luft, dazu seit dem Penn-State-Spiel 20 gegnerische Drives in Serie ohne Touchdown und 4 geblockte Kicks, Bestwert der FBS.
Die Offense ist das schwächere Ende. Colton Joseph bringt nur 56,6 Prozent seiner Pässe an und hat 5 Interceptions bei 10 Touchdown-Pässen, allerdings auch 262 Rushing Yards; gegen Michigan State lief er für 130 Yards und war damit der erste Badgers-Quarterback seit 2014 mit einem 100-Yard-Laufspiel. Das klassische Laufspiel über die Running Backs funktioniert dagegen nicht: Darrion Dupree kam gegen Michigan State auf 61 Yards bei 19 Läufen, und bei der Erfolgsquote im Lauf steht Wisconsin auf dem letzten Platz der FBS. Fickell sagte nach dem Spiel am 3.10.: „Wir predigen, konstant gut zu sein, nicht gelegentlich großartig.“ Gegen UCLAs Run-Defense mit 87,6 zugelassenen Yards pro Spiel (Rang 15) wird Wisconsin die Punkte über Josephs Beine, Tight End Jacob Harris (3 Touchdowns gegen Michigan State) und Field Goals von Gavin Lahm holen müssen.
Das spricht für oder gegen Wisconsin
- Pass-Defense mit 152,6 zugelassenen Yards pro Spiel (Rang 9), 20 gegnerische Drives in Folge ohne Touchdown, 16,6 Gegenpunkte pro Spiel
- 4 Siege in Serie inklusive 24:20 in Penn State nach 0:17, dazu Bye-Week und 2 Wochen Vorbereitung auf den QB-Wechsel bei UCLA
- Schwächste Erfolgsquote im Laufspiel der FBS, Turnover-Bilanz -2, Colton Joseph mit 56,6 Prozent angekommenen Pässen und 5 Interceptions
- Reise über 3 Zeitzonen nach Pasadena, Center Austin Kawecki mit Handverletzung fraglich
UCLA vs. Wisconsin Quoten im Überblick
Sieger (Moneyline)
Spread
Gesamtpunkte
Formvergleich und Kennzahlen
Beide Teams haben 5 Spiele absolviert, beide leben von ihrer Defense, und beide erzielen ihre Punkte auf ungewöhnlichen Wegen: UCLA über Turnover und das Laufspiel, Wisconsin über Field Goals und einen laufenden Quarterback. Die Tabelle zeigt, wo die Unterschiede liegen.
| Kennzahl | UCLA | Wisconsin |
|---|---|---|
| Bilanz | 5:0 | 4:1 |
| Letzte 5 Spiele | S-S-S-S-S | N-S-S-S-S |
| Punkte pro Spiel | 39,2 | 31,6 |
| Gegenpunkte pro Spiel | 18,0 | 16,6 |
| Yards pro Spiel | 458,2 | 379,4 |
| Passing Yards pro Spiel | 205,0 | 226,4 |
| Rushing Yards pro Spiel | 253,2 | 153,0 |
| Turnover-Bilanz | +12 | -2 |
| Zugelassene Yards pro Spiel | 308,0 | 267,2 |
| Zugelassene Passing Yards pro Spiel | 220,4 | 152,6 |
| Zugelassene Rushing Yards pro Spiel | 87,6 | 114,6 |
| Third-Down-Quote der Gegner | 25,4 % | 30,1 % |
| Strafyards pro Spiel | 84,2 | 51,2 |
| Zeit am Ball | 33:25 | 28:38 |
Die 39,2 Punkte pro Spiel der Bruins sind mit Vorsicht zu lesen. Ein Team mit +12 in der Turnover-Bilanz startet seine Drives regelmäßig in gegnerischer Hälfte, und 10 Interceptions in 5 Spielen sind ein Wert, den keine Defense dauerhaft hält. Die 458,2 Yards kommen zu 55 Prozent aus dem Laufspiel; das Passspiel mit 205,0 Yards war schon mit Iamaleava unterdurchschnittlich und trifft nun auf eine Pass-Defense, die 152,6 Yards pro Spiel zulässt. Die 84,2 Strafyards sind in engen Spielen der Faktor, der Drives abbricht. Stark bleibt die eigene Defense: 25,4 Prozent zugelassene Third-Down-Quote und 87,6 Rushing Yards pro Spiel bedeuten, dass Wisconsin über das klassische Laufspiel kaum vorankommen wird.
Wisconsins 31,6 Punkte pro Spiel entstehen aus nur 379,4 Yards, also aus weniger Raumgewinn als bei UCLA; Gavin Lahm traf bis zum Penn-State-Spiel 8 von 8 Field Goals, und die Defense blockte 4 Kicks. Die Turnover-Bilanz von -2 ist die Schwachstelle, und sie hängt direkt an Joseph: 5 Interceptions, darunter 3 gegen Penn State mit einem Pick-Six. Gegen eine UCLA-Defense mit 10 Interceptions entscheidet sich an dieser Zahl, ob die Badgers das Spiel kontrollieren oder es verschenken. Dafür steht die Defense mit 267,2 Yards und 16,6 Gegenpunkten pro Spiel so stabil, dass Wisconsin auch bei einer schwachen Offense-Leistung in Reichweite bleibt.
Das entscheidende Matchup
Ty Dieffenbach gegen Wisconsins Secondary. Die Badgers lassen 152,6 Passing Yards pro Spiel zu, und seit dem Penn-State-Spiel hat kein gegnerischer Drive mehr in der Endzone geendet. Auf der anderen Seite steht ein Quarterback, dessen FBS-Bilanz aus 6 Pässen in einer Halbzeit in Oregon besteht. Chesney wird den Spielplan entsprechend bauen: Knight und das Laufspiel so lange wie möglich, kurze Pässe, wenig Risiko. Das macht UCLA berechenbar, und eine Defense, die zu Hause 2 Wochen Zeit hatte, sich auf genau dieses Szenario vorzubereiten, kann die Box stapeln. Umgekehrt muss Wisconsin seine Drives gegen eine Run-Defense mit 87,6 zugelassenen Yards pro Spiel über Joseph und über kurze Pässe auf Tyrell Henry (26 Catches, 339 Yards) und Harris verlängern. Wer von beiden Offenses 3 oder 4 Drives am Stück zu Ende bringt, gewinnt ein Spiel, das kaum über 45 Punkte hinauskommen dürfte.
UCLA gegen Wisconsin: Prognose & Fazit
Für mich ist dieses Spiel ein Duell zweier Defenses, in dem die eine Offense ihren Quarterback verloren hat und die andere ihre Schwächen kennt. Ohne Iamaleava bleibt UCLA ein Laufspiel, das gegen eine Front mit 114,6 zugelassenen Rushing Yards pro Spiel funktionieren kann, aber eben nicht die Breite, um Drives von 80 Yards ohne Ballverlust zu Ende zu bringen. Das stärkste Gegenargument ist die Turnover-Bilanz: +12 gegen -2, ein Quarterback mit 5 Interceptions in 5 Spielen gegen eine Secondary mit 10. Wenn Joseph den Ball 2 Mal verschenkt, gewinnt UCLA dieses Spiel auch mit einem Ersatzquarterback. Ich gewichte das niedriger als den Personalausfall, weil UCLAs Ballgewinne in Oregon gegen einen Ersatzquarterback mit 6 von 18 Pässen zustande kamen und weil Wisconsin nach der Bye-Week 2 Wochen Zeit hatte, Josephs Entscheidungen zu vereinfachen.
Mein Haupttipp ist Wisconsin +2,5 zu 1.91 bei MyStake. Die 2,5 Punkte decken einen knappen UCLA-Sieg durch ein Field Goal nicht ab, das ist das Risiko dieser Wette, und deshalb bleibt der Einsatz bei 5 von 10. Mein Ergebnistipp lautet 20:17 für Wisconsin.
FAQ zu UCLA gegen Wisconsin
Wer gewinnt UCLA gegen Wisconsin?
Ich erwarte ein enges, punktearmes Spiel und tippe auf ein 20:17 für Wisconsin. Mein Haupttipp lautet Wisconsin +2,5 zu 1.91 bei MyStake.
Wann beginnt UCLA gegen Wisconsin in deutscher Zeit?
Der Kickoff im Rose Bowl in Pasadena ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 18.10.2026, um 01:30 Uhr deutscher Zeit, in den USA am Samstag um 16:30 Uhr Pacific Time.
Spielt Nico Iamaleava für UCLA gegen Wisconsin?
Voraussichtlich nicht. Iamaleava verletzte sich am 10.10. in Oregon am Knie, Bob Chesney sprach am 13.10. von ernsthafter Sorge und einer Entscheidung von Woche zu Woche. Ty Dieffenbach hat sich in der Trainingswoche als Ersatz vor Madden Iamaleava geschoben.
Wie stehen die Quoten für UCLA gegen Wisconsin?
Bei MyStake steht Wisconsin +2,5 zu 1.91, UCLA -2,5 zu 1.91. Für den Sieg von UCLA gibt es 1.74, für Wisconsin 2.14. Das Total liegt bei 44,5 Punkten mit 1.91 für Über und 1.91 für Unter, Stand 16.10.2026.
