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Fünf Monate nach dem verlorenen Apertura-Finale kehrt River Plate ins Estadio Mario Alberto Kempes zurück – und diesmal geht es nicht um einen Titel, sondern ums Überleben in den Playoff-Rängen. Am 13. Spieltag des Torneo Clausura empfängt Belgrano die Millonarios in der Nacht zu Montag, dem 19.10.2026, um 01:15 Uhr deutscher Zeit. River steht nach dem 1:1 bei Sarmiento mit 17 Punkten auf Platz 9 der Zone B, einen Punkt hinter den Playoff-Plätzen, und Interimstrainer Leonardo Ponzio arbeitet unter Beobachtung einer Vereinsführung, die laut argentinischen Medien bereits über seine Nachfolge spricht. Belgrano hat drei Ligaspiele in Serie gewonnen und liegt mit 22 Punkten im Spitzenfeld der Zone. Schiedsrichter ist Pablo Dóvalo.
Belgrano hat seine letzten drei Ligaspiele 2:1, 1:0 und 2:0 gewonnen – und in allen drei Partien fiel das entscheidende Tor spät.
Aufstellungen: Belgrano vs. River Plate
Bei Belgrano gibt es nur eine offene Frage, und die betrifft das Tor: Thiago Cardozo, zuletzt wegen seiner Abstellung zu Uruguay auf der Bank, dürfte wieder für Manuel Vicentini beginnen, der bei Racing in der Nachspielzeit noch einmal stark gehalten hatte. Davor steht die Elf, die Racing geschlagen hat, mit Lucas Zelarayán als Spielgestalter hinter Lucas Passerini. Bei River hängt alles an Marcos Acuña. Der Linksverteidiger ging in Junín mit einem Schlag auf den linken Spann und starken Schulterschmerzen vom Platz, trainierte am Samstag aber mit der Mannschaft und steht im 26er-Kader. Die Vorschauen der Buenos-Aires-Medien setzen überwiegend auf Francisco Ortega, die Entscheidung trifft Ponzio kurz vor dem Spiel. Im Mittelfeld bleibt es bei Andrada, Vera und Galván vor Thiago Almada, der gegen Sarmiento zurückgekehrt ist und das Tor von Montiel vorbereitet hat.
Belgrano vor dem Spiel gegen River
Ricardo Zielinskis Mannschaft gewinnt gerade Spiele, die man nach den Zahlen nicht gewinnt. Beim 2:0 in Avellaneda am 11. Oktober hatte Racing 62 Prozent Ballbesitz, Belgrano aber die bessere Schussbilanz aufs Tor: 8 von 13 Abschlüssen kamen an, bei Racing 4 von 13. Zelarayán traf nach Doppelpass mit Passerini in der 40. Minute, Franco Vázquez machte in der fünften Minute der Nachspielzeit den Deckel drauf, dazwischen verteidigte der Pirata tief und ließ ein Racing-Tor nur wegen eines leichten Kontakts nicht gelten. Zielinski sagte danach: „Belgrano ist ein ernsthaftes Team.“ Das ist das Muster der Serie: 2:1 gegen Estudiantes de Río Cuarto, 1:0 gegen Talleres, 2:0 bei Racing – immer knapp, immer mit späten Toren, immer mit einer Defensive, die in diesem Kalenderjahr 0,7 Gegentore pro Spiel zulässt.
Zu Hause ist Belgrano noch schwerer zu knacken: 11 Gegentore in 15 Heimspielen, 6 davon ohne Gegentreffer, und nur in 7 der 15 Partien trafen beide Teams. Die 21 eigenen Tore in diesen Spielen sind kein Spitzenwert, 1,4 pro Spiel reichen aber, wenn hinten so wenig durchkommt. Dazu kommt, dass Belgrano seit dem 11. Oktober eine ganze Woche ohne Pflichtspiel hatte, während River am Mittwoch noch in Junín spielte. Als Apertura-Meister ist der Pirata bereits für die Libertadores 2027 qualifiziert, in der Zonen-Tabelle will Zielinski die Position unter den Besten aber halten – und gegen River hat er eine Vergangenheit, die weit über das 3:2 im Mai hinausgeht: seit 2009 hat der Trainer mit Belgrano 8 von 23 Duellen gegen die Millonarios gewonnen, 3 von 4 Serien seit der Promoción 2011 gingen an ihn.
Argumente für und gegen den Pirata
- Drei Siege in Folge, zu Hause 0,73 Gegentore pro Spiel und 6 Zu-null-Spiele in 15 Heimpartien.
- Sieben Tage Pause gegenüber vier bei River, und Zielinski hat das letzte Duell im Mai als Finale 3:2 gewonnen.
- Nur 38 Prozent Ballbesitz bei Racing und knappe Siege mit späten Toren – gegen Rivers 16,8 Schüsse pro Spiel ist das ein schmaler Grat.
- Als Apertura-Meister steht Belgrano bereits in der Libertadores 2027; der Druck liegt beim Gegner.
Was bei den Millonarios gerade passiert
Das 1:1 bei Sarmiento am Mittwoch hat Rivers Problem in Zahlen gefasst: 73 Prozent Ballbesitz, 22 Schüsse gegen 11, 9 Ecken gegen 5 – und ein einziges Tor, das Gonzalo Montiel nach Vorarbeit von Almada in der 70. Minute erzielte, nachdem Sarmiento nach einem Fehlpass von Galván früh in Führung gegangen war. Ein zweiter Montiel-Treffer wurde nach sechsminütiger VAR-Prüfung wegen eines Handspiels von Fausto Vera aberkannt. Montiel sprach danach von einem „bitteren Geschmack“ und fügte hinzu: „Man darf nicht beim Schiedsrichter hängenbleiben, sondern bei unserem Spiel; heute sind wir es angegangen, und es hat nicht gereicht.“ Dass River seit 30 Spielen – zuletzt im November 2024 gegen Instituto – kein Spiel nach Rückstand mehr gedreht hat, macht jeden frühen Gegentreffer zu einer Hypothek.
Leonardo Ponzio hat seit der Übernahme am 27. August 13 von 18 Punkten geholt, nachdem River unter Eduardo Coudet mit vier Niederlagen ins Clausura gestartet war. Trotzdem ist die Lage angespannt: Platz 9 der Zone B, ein Punkt hinter den Playoff-Rängen, die Libertadores-Plätze der Jahrestabelle 7 Punkte entfernt, und die argentinische Presse spricht von einem „Final“ in Córdoba. Rivers Offensivzahlen im Kalenderjahr sind gut – 16,8 Schüsse, 5,5 davon aufs Tor, 65 Prozent Ballbesitz, 1,4 Tore pro Spiel –, auswärts schrumpft der Ertrag aber auf 1,08 Tore pro Partie bei 14 Treffern in 13 Spielen. Mit Montiel (7 Tore) führt ein Rechtsverteidiger die interne Torschützenliste an, Galván und Driussi folgen mit je 6. Thiago Almada ist mit einem Rating von 7,48 der bestbewertete Spieler des Kaders und nach seiner Rückkehr der Schlüssel, um gegen Belgranos tiefen Block überhaupt Lücken zu finden.
Das spricht für oder gegen River Plate
- 16,8 Schüsse und 5,6 Ecken pro Spiel bei 65 Prozent Ballbesitz – mit Almada (Rating 7,48) ist der Spielmacher zurück.
- Unter Ponzio 13 von 18 Punkten; River hat gegen Belgrano das Finale vom Mai gutzumachen.
- Auswärts nur 1,08 Tore pro Spiel, 22 Schüsse in Junín für ein Tor, und seit 30 Spielen kein gedrehter Rückstand.
- Vier Tage nach dem Spiel in Junín mit Reise nach Córdoba, Linksverteidiger Acuña nur fraglich.
Belgrano vs. River Plate Quoten im Überblick
Tipp
Doppelte Chance
Handicap
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Die Kennzahlen des Kalenderjahres zeichnen Belgrano als das, was es ist: eine Mannschaft, die über die Defensive kommt. 23 Gegentore in 32 Spielen, 16 Partien ohne Gegentreffer und beide Teams nur in 13 von 32 Spielen erfolgreich – das ist die Basis, auf der Zielinski im Mai den Apertura-Titel gewonnen hat und die im Clausura mit 14:7 Toren aus 12 Spielen unverändert trägt. Offensiv ist der Pirata dagegen Durchschnitt: 1,2 Tore und 12,7 Schüsse pro Spiel, mit Nicolás Fernández als bestem Torschützen (6) und Zelarayán (5) als Spielgestalter, der gegen Racing getroffen und den Pfosten erwischt hat. Bezeichnend ist, dass der bestbewertete Spieler ein Torwart ist: Manuel Vicentini kommt auf ein Rating von 7,59, hat seinen Platz aber nach der Uruguay-Reise von Cardozo wohl nur vorübergehend. Dass die Defensive so viele Spiele zu null bringt, hängt also auch an einer Position, die gerade rotiert.
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44 Tore in 32 Spielen sind der beste Wert der beiden Teams, und trotzdem ist River im Clausura nur Neunter: 15:13 Tore aus 12 Spielen, 5 Siege, 2 Remis, 5 Niederlagen. Die Mannschaft hat mit 65 Prozent Ballbesitz und 16,8 Schüssen pro Spiel in fast jeder Partie das Spielgerät, erzielt aber nur 1,4 Tore pro Spiel – das Sarmiento-Spiel mit 22 Abschlüssen für einen Treffer ist kein Ausreißer, sondern die Regel. Auswärts verschärft sich das: 14 Tore in 13 Spielen, nur 4 Zu-null-Partien. Dass ein Rechtsverteidiger mit 7 Toren bester Torschütze ist und Galván sowie Driussi mit je 6 folgen, zeigt, wie verteilt die Torgefahr ist – und dass kein Mittelstürmer die Chancen konstant verwandelt. Thiago Almada ist mit einem Rating von 7,48 der Spieler, über den das Spiel laufen soll; gegen Sarmiento bereitete er das einzige Tor vor. Mit 0,9 Gegentoren pro Spiel und 11 Zu-null-Spielen ist die Defensive brauchbar, allerdings kostete ein Fehlpass von Galván in Junín früh das Gegentor, und ob Acuña oder Ortega links verteidigt, ist offen.
Prognose: So endet Belgrano gegen River Plate
Ich erwarte ein Spiel, in dem River den Ball hat und Belgrano den Strafraum. Das ist seit Wochen das Muster beider Mannschaften: River mit 65 Prozent Ballbesitz und 16,8 Schüssen pro Spiel, aber auswärts nur 1,08 Toren pro Partie; Belgrano mit 38 Prozent Ballbesitz bei Racing, aber 0,73 Gegentoren pro Heimspiel und drei Siegen in Folge mit 1:0, 2:0 und 2:1. Beide Teams treffen in jeweils nur 40,6 Prozent ihrer Spiele, und wenn River in Führung geht, spielt Ponzios Elf Ergebnisse herunter – wenn Belgrano führt, hat River seit 30 Spielen keinen Rückstand mehr gedreht. Beide Szenarien führen zu wenigen Toren.
Das stärkste Gegenargument ist das letzte Duell selbst: Das Apertura-Finale im Mai endete 3:2 für Belgrano, mit fünf Toren in einem Spiel, das beide Mannschaften als Endspiel angingen – und River geht auch diesmal mit dem Druck eines „Final“ in die Partie, Almada ist zurück, und Belgranos Torwartwechsel von Vicentini zu Cardozo kommt zur Unzeit. Dazu fielen Belgranos Tore zuletzt spät, was Spiele lange offen hält. Ich halte die 4 Tage Pause und die Auswärtsschwäche Rivers vor dem Tor trotzdem für gewichtiger als die Erinnerung an das Finale.
Mein Haupttipp ist Unter 2,5 Tore zu 1.53 bei Jokery. Mein Ergebnistipp nach 90 Minuten lautet 1:0 für Belgrano.
Alternativer Wett-Tipp zu Belgrano gegen River
FAQ zu Belgrano gegen River Plate
Wer gewinnt Belgrano gegen River Plate?
Ich tendiere zu Belgrano oder einem Unentschieden. Der Pirata hat drei Ligaspiele in Folge gewonnen und zu Hause nur 0,73 Gegentore pro Spiel kassiert, River kommt nach vier Tagen Pause aus Junín und erzielt auswärts nur 1,08 Tore pro Partie. Mein Ergebnistipp lautet 1:0 für Belgrano.
Was ist der beste Tipp für das Spiel?
Mein Haupttipp ist Unter 2,5 Tore zu 1.53 bei Jokery. Als Alternative sehe ich Belgrano gewinnt oder Unentschieden zu 1.66.
Wie sind die Quoten für Belgrano gegen River?
Bei Jokery steht der Heimsieg von Belgrano bei 3.75, das Unentschieden bei 3.10 und der Sieg von River Plate bei 2.15 (Stand 18.10.2026).
Spielt Marcos Acuña bei den Millonarios?
Das ist offen. Acuña hat sich bei Sarmiento einen Schlag auf den linken Spann zugezogen und klagte über Schulterschmerzen, trainierte am Samstag aber mit der Mannschaft und steht im Kader. Ponzio entscheidet zwischen ihm und Francisco Ortega, die meisten Vorschauen setzen auf Ortega.
Wann wird Belgrano gegen River angepfiffen?
Anstoß im Estadio Mario Alberto Kempes in Córdoba ist in der Nacht von Sonntag auf Montag, 19.10.2026, um 01:15 Uhr deutscher Zeit. Schiedsrichter ist Pablo Dóvalo.
