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Mit 36 Jahren spielt Jan-Lennard Struff die beste Hallenwoche seiner Karriere: Sieg gegen Novak Djokovic im 9. Anlauf, danach 58 Minuten gegen Nuno Borges, jetzt das Halbfinale der Swiss Indoors in Basel gegen Jiri Lehecka. Der Tscheche hat in Basel noch keinen Satz abgegeben und alle 3 bisherigen Duelle gegen Struff gewonnen, allerdings keines davon in einer Halle. Beginn ist am Samstag, den 31.10.2026, nicht vor 17:00 Uhr auf dem Center Court. Dass der Deutsche als Außenseiter geführt wird, liegt an seiner zweiten Turnierwoche in Folge; mein Tipp hängt an der Frage, ob sein Aufschlag auch im 9. Match in 12 Tagen hält.
„Auch heute habe ich mich vom Start weg wieder richtig wohl auf dem Platz gefühlt.“ – Jan-Lennard Struff am Freitag nach dem 6:2, 6:3 gegen Borges.
Lehecka und Struff in Zahlen
Die Tabelle zeigt 2 Aufschläger mit gegensätzlichen Profilen. Struff schlägt fast 3 Asse pro Match mehr als Lehecka, verschenkt aber mehr als doppelt so viele Doppelfehler. Die Hartplatzbilanz des Deutschen stammt aus der Freiluftsaison; in der Halle steht er 2026 bei 8:2.
Statistik-Vergleich 2026
| Kennzahl | Lehecka | Struff |
|---|---|---|
| ATP-Ranking | 21 | 47 |
| Saisonbilanz | 40:20 | 28:25 |
| Bilanz auf Hartplatz | 20:12 | 8:13 |
| 1. Aufschlag | 65,0 % | 58,6 % |
| Asse pro Match | 8,5 | 11,3 |
| Doppelfehler pro Match | 1,5 | 3,5 |
| Breakbälle verwertet | 34,3 % | 37,7 % |
Für den Tipp zählen die Return-Werte, die nicht in der Tabelle stehen: Lehecka gewinnt 35,5 Prozent der Return-Punkte, Struff 34,2 Prozent. Beide Werte sind niedrig, beide Spieler wehren über 60 Prozent ihrer Breakbälle ab. Das sind die Zutaten für enge Sätze mit wenigen Breaks.
Lehecka: Erstmals über die 1. Runde hinaus in Basel
Jiri Lehecka war in Basel 2024 und 2025 jeweils in der 1. Runde ausgeschieden, beide Male mit 2:6, 2:6. In diesem Jahr steht der 24-Jährige im Halbfinale, ohne einen Satz abgegeben zu haben, und doch waren die ersten beiden Matches enger, als das Ergebnis aussieht. Gegen Stan Wawrinka ging der erste Satz 7:5 und der zweite in den Tiebreak, gegen Daniel Altmaier (60) stand es erneut 7:5 im ersten Satz. Erst gegen den Schweizer Wildcard-Spieler Jerome Kym (222) lief es mit 6:4, 6:2 in 1:24 Stunden klar durch: 7 Asse, 3 von 4 Breakbällen genutzt, beide gegnerischen Breakbälle abgewehrt.
Lehecka in Basel
| Runde | Datum | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1. Runde | 27.10. | Wawrinka | 7:5, 7:6 |
| Achtelfinale | 29.10. | Altmaier | 7:5, 6:4 |
| Viertelfinale | 30.10. | Kym | 6:4, 6:2 |
Der Hallenherbst des Tschechen begann in Brüssel mit einem Sieg gegen Raphael Collignon (55) und einer Dreisatz-Niederlage gegen Tallon Griekspoor, der eine Woche später auch Struff im Finale schlug. Davor stand er in Tokio im Finale gegen Carlos Alcaraz. Lehecka ist damit zum 4. Mal in dieser Saison in einem Halbfinale, 3 davon auf Hartplatz, und sein Aufschlag ist die verlässlichste Zahl im Profil: 65,0 Prozent erste Aufschläge, nur 1,5 Doppelfehler pro Match. Was in seiner Hallenbilanz von 4:1 fehlt, ist ein Sieg gegen einen Gegner aus den Top 50.
Das spricht für oder gegen Lehecka
- Lehecka hat in Basel noch keinen Satz abgegeben
- Lehecka führt im direkten Vergleich 3:0
- Lehecka macht 2026 nur 1,5 Doppelfehler pro Match
- Lehecka gewann alle 3 Duelle auf Sand oder Rasen, keines in der Halle
- Lehecka verlor in Basel 2024 und 2025 jeweils in der 1. Runde
Struff: Djokovic-Sieg, Brüsseler Finale und 11 Tage ohne Pause
Jan-Lennard Struff steht in Basel mit einer Sondergenehmigung im Feld, in der Vorwoche hatte er noch das Finale in Brüssel gespielt. Dort verlor er in 3 Sätzen gegen Griekspoor, nach einem Halbfinale mit 2 Tiebreaks gegen Arthur Fils (8). In Basel folgten 6:4, 6:3 gegen Yannick Hanfmann (59), dann der Abend gegen Djokovic (12): 6:7, 7:5, 7:6 in 2:36 Stunden, 27 Asse, 6 abgewehrte Breakbälle, Matchball per Ass. Am Freitag brauchte er gegen Borges 58 Minuten.
Struff in Basel
| Runde | Datum | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1. Runde | 28.10. | Hanfmann | 6:4, 6:3 |
| Achtelfinale | 29.10. | Djokovic | 6:7, 7:5, 7:6 |
| Viertelfinale | 30.10. | Borges | 6:2, 6:3 |
Die Belastung ist der Preis: 8 Matches in 11 Tagen, 3 davon über 3 Sätze. Dass er trotzdem keinen Grund zur Sorge nennt, zeigt sein Satz vom Freitag über das Wohlgefühl auf dem Platz, und der Borges-Sieg mit früher Führung passt dazu. Die Zahlen der Woche erklären, warum der Deutsche in der Halle so viel stärker ist als im Freien: Von den letzten 7 Tiebreak-Sätzen in diesem Herbst hat er 5 gewonnen, und seine 64,1 Prozent abgewehrte Breakbälle sind der beste Wert beider Spieler. Die Kehrseite sind 58,6 Prozent erste Aufschläge und 3,5 Doppelfehler pro Match, Zahlen, die in einem engen Satz ein Break kosten können.
Das spricht für oder gegen Struff
- Struff steht in der Halle 2026 bei 8:2
- Struff schlug in Basel Djokovic mit 27 Assen
- Struff schlägt 2026 im Schnitt 11,3 Asse pro Match
- Struff hat 8 Matches in 11 Tagen in den Beinen
- Struff bringt 2026 nur 58,6 Prozent der ersten Aufschläge ins Feld
- Struff verlor alle 3 bisherigen Duelle gegen Lehecka
Lehecka vs. Struff Quoten im Überblick
Sieger
Satz-Handicap
Game-Handicap
Games Über/Unter
Satzergebnis
Sätze Über/Unter
Direkter Vergleich Lehecka gegen Struff
Lehecka führt 3:0, doch alle 3 Duelle fanden auf Sand oder Rasen statt, in der Halle haben sich die beiden noch nie getroffen. Das letzte Match in Rom im Mai gewann der Tscheche in 2 Sätzen, auf Sand sagt das über ein Hallenduell wenig aus.
Bisherige Duelle
| Turnier | Belag | Sieger | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Rom 05/2026 | Sand | Lehecka | 2:0 Sätze |
| Stuttgart 06/2025 | Rasen | Lehecka | 2:0 Sätze |
| French Open 05/2023 | Sand | Lehecka | 3:2 Sätze |
Reicht Struffs Aufschlag im 9. Match in 12 Tagen für einen Satz gegen einen Gegner, der 2026 nur 1,5 Doppelfehler pro Match macht? Seine Hallenbilanz und die Tiebreak-Quote sagen ja. Lehecka hält dagegen mit der sauberen Woche ohne Satzverlust und 3 Siegen im direkten Vergleich.
Fakten-Check
- Größter Vorteil Struff: 8:2 in der Halle, Siege gegen Djokovic und Fils
- Größter Nachteil Lehecka: noch kein Hallenduell mit Struff, 3 Siege auf Sand und Rasen
Lehecka gegen Struff: Prognose & Fazit
Dreimal hat Lehecka gegen Struff gewonnen, und genau deshalb liegt die Favoritenrolle beim Tschechen. Was die Quote nicht abbildet: Diese 3 Siege kamen auf Sand und Rasen, wo Struffs Aufschlag weniger wert ist als unter dem Hallendach von Basel. Dort hat der Deutsche in diesem Herbst Fils, Djokovic, Hanfmann und Borges geschlagen, mit 11,3 Assen pro Match und 64,1 Prozent abgewehrten Breakbällen. Lehecka musste in Basel gegen Wawrinka und Altmaier je einen ersten Satz mit 7:5 erkämpfen. Für einen Satz Struffs reicht das aus meiner Sicht, für den Sieg nicht sicher genug.
Dagegen steht die Belastung: 8 Matches in 11 Tagen, mit 36 Jahren, nach 2:36 Stunden gegen Djokovic am Donnerstag. Der 58-Minuten-Sieg vom Freitag entkräftet das nur zum Teil, weil ein müder Aufschläger seine Doppelfehler meist im zweiten Satz streut. Deshalb spiele ich nicht den Sieg, sondern die abgesicherte Form.
Mein Tipp: Struff +1,5 Sätze zu 1.63 bei Cosmobet, also mindestens ein Satzgewinn des Deutschen. Ich erwarte ein 2:1 für Lehecka. Wer den Anbieter noch nicht kennt, findet ihn in unserem Wettanbieter-Vergleich, und alle Tennis-Tipps zu den Halbfinals in Wien und Basel stehen gebündelt auf unserer Tennis-Seite.
Alternativer Wett-Tipp zu Lehecka gegen Struff
FAQ zu Lehecka gegen Struff
Wie viel hat Struff in dieser Woche schon gespielt?
In Basel 3 Matches, darunter 2:36 Stunden gegen Djokovic. Dazu kommen 5 Matches in der Vorwoche in Brüssel bis zum Finale, zusammen 8 Matches in 11 Tagen.
Wer gewinnt Lehecka gegen Struff?
Ich erwarte einen Sieg von Lehecka in 3 Sätzen. Mein Tipp zielt aber auf Struff +1,5 Sätze zu 1.63 bei Cosmobet, weil der Deutsche in der Halle 2026 bei 8:2 steht.
Wo läuft Lehecka gegen Struff im TV?
Sky Sport zeigt die Swiss Indoors im TV und im Stream über Sky Go und WOW. Der Center Court läuft live, nicht jedes Match der Woche wird gezeigt.
Um wie viel Uhr beginnt das Halbfinale in Basel?
Am Samstag, den 31.10.2026, nicht vor 17:00 Uhr auf dem Center Court, als drittes Match nach Vacherot gegen Fritz.
