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Vincenzo Montella gegen sein Heimatland, Roberto Mancini gegen die Pfiffe aus Rom: Wenn die Türkei am Montag, den 28.09.2026, um 20:45 Uhr in Bursa Italien empfängt, stehen beide Mannschaften nach dem 2. Spieltag der Nations League A im Fall einer Niederlage bereits mit dem Rücken zur Wand. Die Türkei verlor ihren Auftakt in Kocaeli 0:1 gegen Frankreich und verlor dabei ihren Stammtorwart per Rot, Italien ging in Rom 0:2 gegen Belgien unter und hat auf dem Weg nach Bursa zehn Spieler zu Hause gelassen. Schiedsrichter ist Michael Oliver aus England.
Montella auf der Pressekonferenz in Bursa: „Auch wenn es als Italiener emotional schwerfällt – wenn wir morgen auf den Platz gehen, schlägt mein Herz für die Türkei.“
Mögliche Aufstellungen bei Türkei gegen Italien
Bei der Türkei ist der Torwartwechsel gesetzt: Uğurcan Çakır sah gegen Frankreich in der 87. Minute Rot für ein Handspiel außerhalb des Strafraums, Altay Bayındır übernimmt. Türkische Medien vom Montagmorgen erwarten ansonsten dieselbe Dreierkette wie in Kocaeli mit Kerem Aktürkoğlu für Can Uzun als einziger Änderung im Feld; Fotomaç und A Spor hatten am Sonntag eine Umstellung auf 4-2-3-1 mit Deniz Gül als Mittelstürmer ins Spiel gebracht. Orkun Kökçü trainierte am Sonntag nur individuell und dürfte laut Halk TV nicht spielen. Bei Italien sind Bastoni nach abgesessener Sperre und der Debütant Michael Kayode rechts hinten sicher, Frattesi ersetzt Barella, Tonali bleibt. Offen sind der linke Verteidiger (Ruggeri oder Calafiori), der dritte Mittelfeldspieler und die gesamte Sturmreihe – Sky Sport sieht Raspadori, Scamacca und Cambiaghi, Tuttosport die beiden Espositos.
Türkei News & Vorschau heute
Der Blick auf das Frankreich-Spiel erklärt, warum Montella trotz der Niederlage zufrieden war. Die Türkei hatte nur 36 Prozent Ballbesitz und 272 angekommene Pässe gegen 560, kam aber auf zwölf Schüsse wie der Gegner, zehn davon aus dem Strafraum, und mit 1,14 Expected Goals fast auf den französischen Wert. Zwei Großchancen blieben ungenutzt, Arda Güler war mit 7,9 der bestbewertete Spieler auf dem Platz. Zeki Çelik brachte es auf der Pressekonferenz auf den Punkt: „Fransa maçında da iyi performans gösterdik. Sadece gol atmamız gerekiyordu“ – auch gegen Frankreich habe man gut gespielt, man hätte nur ein Tor schießen müssen. Genau da liegt seit Wochen das türkische Problem: In drei der letzten vier Pflichtspiele blieb die Mannschaft ohne Treffer.
Die Personallage verschärft das. Hakan Çalhanoğlu und Kenan Yıldız stehen verletzt gar nicht im Kader, Kökçü wird nach seiner Zehverletzung wohl fehlen, und mit Çakır ist der Torwart gesperrt, der in Kocaeli lange die Null gehalten hatte. Bayındır bekommt damit ein Spiel gegen eine italienische Elf, die in Rom 21 Schüsse abgegeben hat. Çelik sagte über Yıldız, dessen Fehlen werde spürbar sein und andere müssten die Lücke füllen – praktisch heißt das: Güler rückt näher in die Mitte, Barış Alper Yılmaz soll mit seinem Tempo die Konter tragen, und Aktürkoğlu kommt für Can Uzun in die Startelf. Die Hürriyet-Kolumne vom Montag fordert Druck im Zentrum und schnelle Umschaltmomente, also dasselbe Rezept wie gegen Frankreich, nur mit besserem Abschluss.
Das spricht für oder gegen die Türkei
- Gegen Frankreich kam die Türkei trotz 36 Prozent Ballbesitz auf zwölf Schüsse, zehn davon aus dem Strafraum, und mit 1,14 Expected Goals fast auf Augenhöhe.
- Çakır ist gesperrt, Çalhanoğlu und Yıldız fehlen, Kökçü ist fraglich – und in drei der letzten vier Pflichtspiele blieb die Türkei ohne Tor.
- In zwölf Duellen mit Italien gab es keinen türkischen Sieg, alle sechs Heimspiele gingen verloren.
Italien News & Vorschau heute
Die Zahlen aus Rom sind für Mancini unangenehmer als das Ergebnis. Italien hatte 56 Prozent Ballbesitz und 21 Schüsse, vergab aber alle vier Großchancen und ließ auf der Gegenseite 19 Abschlüsse und 2,70 Expected Goals zu. Das 0:1 fiel nach einem Fehlpass von Romano, das 0:2 nach einem Ballverlust von Barella im Aufbau. Im Olimpico gab es Pfiffe, Tonali sagte hinterher, man sei „nicht im besten Moment“. Mancini reagierte mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Zehn Spieler, darunter Barella, Coppola, Maldini und Ricci, blieben in Coverciano und flogen nicht mit nach Bursa, Zaniolo hat den Lehrgang verletzt verlassen. Auf der Pressekonferenz am Sonntag verteidigte er das so: „Con la Turchia farò cambiamenti per valutare altri giocatori“ – gegen die Türkei werde er wechseln, um andere Spieler zu bewerten. Und zur Kritik: „Le critiche non mi toccano, c’è troppa agitazione, restiamo tranquilli.“
Sportlich bedeutet das ein Experiment in einem Spiel, das Italien nicht verlieren sollte. Bastoni kehrt nach seiner Sperre in die Innenverteidigung zurück und bildet mit Scalvini ein neues Paar, Kayode gibt rechts sein Debüt, Frattesi übernimmt Barellas Rolle. Wer im Sturm spielt, ist bis Montagmittag offen: Pio Esposito, Scamacca, Kean, Raspadori, die beiden Espositos – je nach Quelle. Mancini will laut eigener Aussage „migliorando pressing e aggressività“, also mehr Pressing und Aggressivität; gegen eine türkische Mannschaft, die den Ball ohnehin hergibt und auf Konter wartet, ist das ein zweischneidiger Plan. Das Modul bleibt das 4-3-3.
Das spricht für oder gegen Italien
- Italien erzeugte in Rom 21 Schüsse und vier Großchancen, hat gegen die Türkei nie verloren und bekommt mit Bastoni den Abwehrchef zurück.
- Zehn Spieler blieben zu Hause, Kayode debütiert, Scalvini und Bastoni spielen erstmals zusammen, die Sturmbesetzung ist bis zur Aufstellung offen.
- Gegen Belgien ließ Italien 19 Schüsse und 2,70 Expected Goals zu und kassierte beide Tore nach eigenen Ballverlusten im Aufbau.
Türkei vs. Italien Quoten im Überblick
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Handicap
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Türkei vs. Italien Formvergleich
Türkei Form, Zahlen & Daten
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Ein Spiel als Datenbasis, deshalb Vorsicht mit jeder Schlussfolgerung. Was das Frankreich-Spiel zeigt, ist ein klares Profil: Die Türkei verteidigt tief, gibt den Ball ab und kommt trotzdem zu Abschlüssen aus guten Positionen – zehn der zwölf Schüsse kamen aus dem Strafraum. Dass daraus nur drei Schüsse aufs Tor und kein Treffer wurden, ist das eigentliche Thema, und es wiederholt sich seit dem Sommer. Ohne Çalhanoğlu und Yıldız fehlt der Mannschaft ein Spieler, der aus dem Zentrum heraus Chancen erzeugt; Güler muss das allein tun und war in Kocaeli mit 7,9 der beste Mann. Defensiv ist der Wert von 1,21 zugelassenen Expected Goals gegen Frankreich gut, aber er entstand mit Çakır im Tor. Bayındır ist erfahren, spielt aber sein erstes Pflichtspiel in dieser Konstellation, hinter einer Dreierkette, die gegen Frankreich stabil stand. Gegen eine italienische Offensive, deren Besetzung selbst Mancini noch nicht verraten hat, ist das die Stelle, an der ein Spiel mit wenigen Toren kippen kann.
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Auch hier ein einzelnes Spiel. Italien hatte in Rom 21 Schüsse, sechs aufs Tor, 1,52 Expected Goals und vier Großchancen – das ist offensiv genug, um ein Spiel zu gewinnen, und es kam trotzdem kein Tor dabei heraus. Der bestbewertete Italiener, Barella mit 8,0, bleibt am Montag zu Hause; sein Ersatz Frattesi ist ein anderer Spielertyp, mehr Tiefenläufe, weniger Aufbau. Das Problem lag aber hinten: 2,70 zugelassene Expected Goals und 19 gegnerische Schüsse sind für ein Heimspiel gegen Belgien viel, und beide Gegentore entstanden aus Ballverlusten im eigenen Aufbau. Mit Bastoni und Scalvini kommt eine neue Innenverteidigung, mit Kayode ein Debütant, und Mancini will gleichzeitig höher pressen. Gegen die Türkei, die auf genau solche Umschaltmomente wartet, ist das Risiko eines weiteren Gegentors real – aber die türkische Abschlussschwäche macht es weniger wahrscheinlich, dass daraus mehrere werden. Vier Gelbe Karten in Rom (Mancini, Calafiori, Maldini, Donnarumma) zeigen zudem, wie unruhig Italien in der zweiten Halbzeit wurde.
Türkei gegen Italien: Prognose & Fazit
Für mich läuft dieses Spiel auf eine Frage hinaus: Wer trifft überhaupt? Die Türkei hat in drei der letzten vier Pflichtspiele kein Tor erzielt und muss ohne Çalhanoğlu, Yıldız und wahrscheinlich Kökçü auskommen; Italien hat aus 21 Schüssen in Rom nichts gemacht, lässt seinen besten Spieler zu Hause und weiß am Montagmittag noch nicht, wer im Sturm spielt. Montella wird wie gegen Frankreich tief stehen und auf Konter warten, Mancini will mit einer neu zusammengestellten Elf pressen – das ergibt ein Spiel, in dem der erste Treffer viel entscheidet und beide Trainer danach eher absichern als aufmachen.
Das stärkste Gegenargument sind die Chancen, die beide Teams am ersten Spieltag hatten: Italien vier Großchancen, die Türkei zwei, dazu 19 zugelassene Schüsse der Italiener. Wenn Bayındır einen schwachen Tag erwischt und Kayode gegen Barış Alper Yılmaz Probleme bekommt, kann es auch drei Tore geben. Ich halte das für das weniger wahrscheinliche Szenario, weil beide Offensiven derzeit ihr Hauptproblem im Abschluss haben und die direkten Duelle der letzten Jahre (0:0 im Testspiel 2024, 0:3 bei der EM 2021) selten viele Tore brachten.
Mein Haupttipp ist Unter 2,5 Tore zu 2.14 bei MyStake. Mein Ergebnistipp nach 90 Minuten lautet 1:1.
Alternative Wett-Tipps zu Türkei gegen Italien
FAQ zu Türkei gegen Italien
Wer gewinnt Türkei gegen Italien?
Ich erwarte ein enges Spiel mit wenigen Toren und tippe auf 1:1. Die Türkei hat gegen Italien noch nie gewonnen, tritt aber zu Hause mit einer eingespielten Dreierkette an, während Italien mit zehn zurückgelassenen Spielern und offener Sturmbesetzung experimentiert.
Was ist der beste Tipp für Türkei gegen Italien?
Mein Haupttipp ist Unter 2,5 Tore zu 2.14 bei MyStake. Als Alternativen sehe ich Italien Unter 1,5 Tore zu 1.71 und Arda Güler 1 und mehr Schüsse aufs Tor zu 1.35.
Wie sind die Quoten für Türkei gegen Italien?
Bei MyStake steht der Heimsieg der Türkei bei 2.66, das Unentschieden bei 3.41 und der Sieg Italiens bei 2.56 (Stand 28.09.2026).
Welche Spieler fehlen bei der Türkei und bei Italien?
Die Türkei muss auf den gesperrten Torwart Uğurcan Çakır sowie die verletzten Hakan Çalhanoğlu und Kenan Yıldız verzichten, Orkun Kökçü ist nach einer Zehverletzung fraglich. Bei Italien fehlt Nicolò Zaniolo verletzt, Dimarco und Cristante waren schon vor dem Lehrgang verletzt, und zehn Spieler um Barella, Coppola und Maldini blieben auf Entscheidung von Mancini in Coverciano.
Wann und wo findet Türkei gegen Italien statt?
Anstoß ist am Montag, 28.09.2026, um 20:45 Uhr deutscher Zeit im Yüzüncü Yıl Atatürk Stadyumu in Bursa. Schiedsrichter ist Michael Oliver aus England. In Deutschland überträgt DAZN.
