Knackt Messi den WM-Rekord von Miroslav Klose?
Hinweis: Diese Argentinien gegen Österreich Analyse zur WM 2026 wurde auf Basis der vorliegenden Teamnews, Aufstellungen, Quoten, Schiedsrichterdaten, Reiseinfos und Spielerform erstellt. Letzte Aktualisierung: 19.06.2026.
Argentinien vs Österreich
Zusammenfassung
In diesem Spiel am 2. Spieltag geht es direkt um den vorzeitigen Einzug in die K.-o.-Runde. Argentinien geht nach dem souveränen 3:0 gegen Algerien als Favorit ins Rennen, besonders weil Lionel Messi direkt heiß gelaufen ist. Österreich hat seine Pflichtaufgabe gegen Jordanien mit einem 3:1 ebenfalls erledigt. Da bei dieser WM der direkte Vergleich zählt, ist der Sieger dieses Matches automatisch schon sicherer Gewinner der Gruppe J. Allerdings haben beide Teams bereits 3 Punkte auf dem Konto. Weil durch das neue Sechzehntelfinale auch die 8 besten der 12 Gruppendritten weiterkommen und am 3. Spieltag mit Algerien (für Österreich) und Jordanien (für Argentinien) absolut machbare Aufgaben warten, könnten beide Seiten hervorragend mit einem Unentschieden leben. Ein taktisches Remis ist hier also durchaus im Bereich des Möglichen, auch wenn wir wegen des Rekords auf ein Messi-Tor setzen.
Die Jagd auf den historischen Meilenstein
Lionel Messi steht mal wieder kurz davor, Geschichte zu schreiben. Beim 3:0-Auftaktsieg gegen Algerien stand er nicht nur zum 200. Mal für sein Land auf dem Platz, sondern erzielte auch alle drei Tore. Damit hat er jetzt 16 WM-Treffer auf dem Konto und teilt sich den ersten Platz in der ewigen Bestenliste mit Miroslav Klose. Ein einziges Tor gegen Österreich reicht ihm, um der alleinige Rekordhalter zu werden. Außerdem ist er der erste Feldspieler überhaupt, der bei sechs verschiedenen WM-Turnieren zum Einsatz kommt. Motivation sollte beim argentinischen Kapitän in Texas also mehr als genug vorhanden sein.
Ausgangslage in Gruppe J und aktuelle Form
Wenn man einen Blick auf die Tabelle wirft, wird schnell klar, worum es in diesem Duell im AT&T Stadium geht. Beide Mannschaften haben ihre drei Punkte aus dem ersten Spiel auf dem Konto. Wer hier gewinnt, ist nicht nur sicher durch, sondern steht als Sieger der Gruppe J fest. Nachfolgende Patzer könnten daran nichts mehr ändern.
Tabelle Gruppe J - WM 2026
| Gruppe J Prognose » | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| # | Mannschaft | Sp | S | U | N | T | GT | TD | Pkte |
| 1 | Argentinien | 1 | 1 | 0 | 0 | 3 | 0 | 3 | 3 |
| 2 | Österreich | 1 | 1 | 0 | 0 | 3 | 1 | 2 | 3 |
| 3 | Jordanien | 1 | 0 | 0 | 1 | 1 | 3 | -2 | 0 |
| 4 | Algerien | 1 | 0 | 0 | 1 | 0 | 3 | -3 | 0 |
Aber auch ein Unentschieden würde im Grunde beiden Teams perfekt in die Karten spielen. Durch den veränderten Turniermodus mit einem zusätzlichen Sechzehntelfinale schaffen es nämlich sogar die 8 besten der insgesamt 12 Gruppendritten in die K.-o.-Runde. Mit aktuell 3 Punkten hat man also ohnehin schon ein hervorragendes Polster für das Weiterkommen.
Der Blick auf den 3. Spieltag zeigt zudem: Österreich trifft zum Abschluss auf Algerien und Argentinien bekommt es mit Jordanien zu tun. Das sind für beide Nationen mehr als machbare Pflichtaufgaben. Mit einem Remis stünden beide bei 4 Punkten und könnten am letzten Spieltag ganz entspannt den Sack in Richtung Sechzehntelfinale zumachen. Risiko um jeden Preis wird hier also wohl niemand gehen, da man sich nicht unnötig wehtun muss.
Argentinien ist im Moment dennoch kaum zu stoppen. Schaut man sich die letzten Spiele an, sieht man eine Serie von acht Siegen in Folge. Bei einer Weltmeisterschaft haben die Südamerikaner zudem seit sieben Partien nicht mehr verloren. Auffällig ist auch die Konstanz vor dem Tor: In den letzten drei WM-Spielen trafen sie immer exakt dreimal.
Österreich reist unter Ralf Rangnick allerdings ebenfalls mit breiter Brust an. Die letzten 25 von 26 Länderspielen gingen nicht verloren. Das 3:1 gegen Jordanien war der erste österreichische WM-Sieg seit 36 Jahren. Das Problem ist hier eher die Historie gegen Teams aus Südamerika. Von den letzten zehn Duellen gegen Mannschaften von diesem Kontinent konnte das ÖFB-Team nur ein einziges gewinnen.
Team-News, Taktik und ekliges Pressing
Aus dem argentinischen Lager gab es vorab ein paar Giftpfeile. Torwart Emiliano Martínez meinte öffentlich, er schätze den ersten Gegner Algerien spielerisch stärker ein als Österreich. Das dürfte in der Kabine der Österreicher für zusätzliche Motivation sorgen. Personell könnte Julián Álvarez nach seiner Knöchelverletzung für Lautaro Martínez in die Startelf rücken. Linksverteidiger Nicolás Tagliafico ist zwar wieder im Training, für die erste Elf kommt es nach seiner Wadenverletzung wohl aber noch zu früh.
Österreich muss dagegen einen herben Rückschlag verkraften. Verteidiger Stefan Posch hat sich gegen Jordanien den Kiefer gebrochen. Er hat zwar durchgespielt, aber sein Einsatz gegen die flinken argentinischen Angreifer ist extrem fraglich. Für positive Stimmung sorgte die vorzeitige Vertragsverlängerung von Ralf Rangnick bis 2028. Kapitän David Alaba feierte das in der Sportschau als absolut „geisteskrank“ im positiven Sinne. Konrad Laimer hat derweil schon die Marschroute vorgegeben: Man wolle es den Argentiniern im voll klimatisierten Stadion in Arlington „so eklig wie möglich machen“ und mit aggressivem Gegenpressing Fehler erzwingen.
Schlüsselspieler im Fokus
Lionel Messi ist nach seinem Dreierpack gegen Algerien natürlich der wichtigste Akteur auf dem Platz. Mit elf Toren aus den letzten zehn Einsätzen im Verein und der Nationalmannschaft ist er der Fixpunkt in der Offensive der Albiceleste. Österreich wird versuchen müssen, die Räume um ihn herum extrem eng zu machen.
Emiliano Martínez im argentinischen Tor wird gegen das aggressive Pressing der Österreicher im Aufbauspiel gefordert sein. Dass er ein emotionaler Rückhalt ist, weiß man. Seine statistische Form ist solide, und da Argentinien defensiv extrem wenig zulässt, wird er vermutlich nicht ununterbrochen geprüft, muss aber bei den Umschaltmomenten hellwach sein.
Bei Österreich ruhen die Hoffnungen im Mittelfeld auf Konrad Laimer. Er ist derjenige, der Messis Kreise stören und die weiten Wege im Pressing gehen soll. Mit drei Vorlagen aus den letzten zehn Spielen zeigt er auch immer wieder Qualitäten im Umschaltspiel nach vorne.
Marcel Sabitzer bringt die internationale Erfahrung mit, die man gegen den Weltmeister braucht. In seinen letzten zehn Einsätzen traf er dreimal und legte zwei Tore vor. Er wird im Mittelfeld die Fäden ziehen müssen, um nach Ballgewinnen schnell die Tiefe zu suchen, da Österreichs WM-Tore historisch gesehen meistens in der zweiten Halbzeit fallen.
Diese Spieler könnten den Unterschied machen
Diese Spieler können Argentinien gegen Österreich prägen. Die Formwerte beziehen sich auf die aktuelle Einsatz- und Vereinsform und sind nicht als reine Nationalteamwerte zu lesen.
Messi zerlegte Algerien mit einem Hattrick. Trifft er auch gegen Österreich, bricht er den ewigen WM-Torrekord von Miroslav Klose.
Martínez stichelte vorab gegen den ÖFB. Auf dem Platz bleibt er gewohnt stark – Argentinien kassiert extrem selten Gegentore.
Laimer kündigte ein ekliges Spiel für den Weltmeister an. Er is der Motor im Aggressiv-Pressing von Trainer Ralf Rangnick.
Sabitzer bringt die nötige internationale Klasse mit. Er muss im Mittelfeld die Bälle verteilen und für Entlastung sorgen.
Direkter Vergleich und interessante Statistiken
Ein Pflichtspiel gab es zwischen diesen beiden Nationen bei einer Weltmeisterschaft noch nie. Die zwei bisherigen Duelle waren reine Freundschaftsspiele im Wiener Praterstadion und liegen lange zurück. 1990 gab es ein 1:1, zehn Jahre davor im Jahr 1980 verlor Österreich deutlich mit 1:5 gegen den damaligen Weltmeister.
Fazit: Setzt sich die individuelle Klasse durch oder siegt die Taktik?
Österreich wird unter Ralf Rangnick alles daran setzen, das Spiel über die Physis und intensives Pressing extrem ungemütlich zu gestalten. Laimer und Sabitzer haben die Qualität, um im Mittelfeld dagegenzuhalten. Das Problem liegt hier eher in der Defensive, wo der drohende Ausfall von Stefan Posch wehtut. Auf der anderen Seite steht ein argentinisches Team, das im Moment vor Selbstvertrauen strotzt, seit acht Spielen fehlerfrei durchmarschiert und mit Lionel Messi den wohl motiviertesten Spieler des Turniers in seinen Reihen hat.
Spannend wird jedoch vor allem der strategische Ansatz. Da beide Mannschaften schon 3 Punkte auf dem Konto haben und am letzten Gruppenspieltag gegen Algerien (Österreich) bzw. Jordanien (Argentinien) machbare Aufgaben warten, können beide Seiten hervorragend mit einem Unentschieden leben. Durch den Modus mit dem Sechzehntelfinale kommen schließlich auch die 8 besten der 12 Gruppendritten weiter, weshalb das Risiko hier von beiden Seiten minimiert werden dürfte.
Wer das Ding gewinnt, ist wegen des direkten Vergleichs zwar sofort sicherer Gruppensieger, aber erzwingen muss es am Ende niemand. Österreich wird es dem Weltmeister schwermachen und falls das Spiel in der Schlussphase Remis steht, wird vermutlich kein Team mehr das aller letzte Risiko suchen.
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